"Die Sternstunde des Josef Bieder" von Eberhard Streul und Otto Schenk

Regie: Brigitte Schmid

 

Josef Bieder Plakat

Zum Inhalt

Man stelle sich vor: Man geht ins Theater und es ist "Schließtag", oder zu gut Deutsch "Keine Vorstellung". Das ist ebenso überraschend für den Besucher wie für den Requisiteur, der eigentlich nur die nächste Aufführung vorbereiten will und nun - vermutlich zum ersten Mal - mit einem Publikum konfrontiert wird. Ein peinlicher organisatorischer Fehler, für den andere Leute zuständig sind, die sich aber nicht schnell herbeizitieren lassen. Was tun? Das Publikum entlassen? Sich verdrücken?

 

Chefrequisiteur Josef Bieder versucht zunächst die Zeit zu überbrücken, bis jemand Verantwortliches kommt, indem er den Besuchern ein wenig von seinem Beruf erzählt. Was macht ein Requisiteur, was macht die Maske, was tun die Möbler, wo gibt es Überschneidungen bei den Zuständigkeiten? Wie macht man Theaterrotwein (mit Malventee!), wie geht das mit dem Theaterblut. Wofür ist ein Requisiteur verantwortlich?

Er ist ein schrulliger Typ, dieser Josef Bieder, ein Theaterbesessener. Seine heimliche Liebe gilt der Oper und dem neuen weiblichen Requisiteurslehrling. Aber die dreißig Jahre Altersunterschied und das fehlende Talent zum Singen verhindern, dass aus diesen heimlichen Lieben mehr wird. So kommt er vom Hölzchen aufs Stöckchen, erzählt von den guten alten Zeiten, in denen er beim Ballett die Ulanova kennenlernte, und den Nurejew. Er steigert sich in diesen Erzählungen so in die erlebten Situationen hinein, dass er sie nachvollzieht. Er sitzt mit Knieriemen und Schuh da und erzählt von Hans Sachs und den Meistersingern, seiner Lieblingsoper.Kurz, dieser Josef Bieder erlebt seine eigene Sternstunde, hat er sich doch diesen gerade stattfindenden Bühnenauftritt immer erträumt.

Die Rolle des Bieder als Schauspieler zu übernehmen ist einerseits eine Herausforderung und andererseits außerordentlich dankbar, wenn es gelingt, sich in diesen Charakter einzufühlen, ohne den Josef Bieder vorzuführen. Bieder in seinem grauen Arbeitskittel, unfreiwillig komisch wie Bieder mit dem Tütü, überzeugend in seiner Verliebtheit in die Requisiteursanwärterin und auch in alles, was ihm an seinem Dreispartentheater lieb ist. Man beginnt, diesen Josef Bieder gern zu haben, in seiner Gradlinigkeit, seiner Schwärmerei und seiner Theaterbesessenheit.

 

Zu den Autoren

 

Streul

Otto Schenk ist eine österreichische Theaterlegende.

Der Komödiant und Charakterdarsteller ist auch ein weltweit anerkannter Opernregisseur. 
Den Josef Bieder spielt er seit vielen Jahren mit großem Erfolg. 

 

 

 

 

Schenk

Eberhard Streul wurde bei Dresden geboren.

Nach dem Studium der Theaterwissenschaft arbeitete er als Dramaturg und Regisseur im Westen.
Neben dem "Josef Bieder" hat er auch Musiktheaterstücke für Kinder verfasst.

 

 

 

 

 

Aufführungstermine

Freitag

14.03.2014

20:00 h

Premiere

Samstag

15.03.2014

20:00 h

 

Sonntag

16.03.2014

17:00 h

 

Freitag

21.03.2014

20:00 h

 

Samstag

22.03.2014

20:00 h

 

Sonntag

23.03.2014

17:00 h

 

Eintrittspreis: 12,00 €

 

Besetzungsliste und Cast

Josef Bieder

Andreas Heinz

Technik

Johannes Murr

 Dramaturgie

Werner Asam

 Choreographie

Carmen Nowak

Bühnenarbeiter

Gerd Krietzsch

Paul Schretzlmeier

Regie

Brigitte Schmid

 

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Bestellung und verfügbare Sitzplätze

 

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